Make your own free website on Tripod.com
aaaaa
07.03.2003 - Cityplexxx Steyr Saal 1 - 17:30 - Eintritt 3 EURO

Inhalt - Stab - Kritiken - Trailer downloaden - Offizielle Filmseite - Filmplakat im Großformat

Es ist nicht so, dass er ohne Mami und Papi keinen Schritt machen würde. Aber Tanguy, reife 28 Jahre alt, lebt immer noch bei seinen Eltern in einer eleganten, großzügigen Pariser Dachwohnung.
Und fühlt sich so pudelwohl, dass er garantiert nicht vorhat, in Bälde, sagen wir: innerhalb der nächsten fünf, sechs Jahre, etwas daran zu ändern. Warum auch? Morgens bekommt er frisch gepressten Orangensaft serviert. Das Hausmädchen kümmert sich um seine Bügelwäsche. Und wenn er mal wieder einen weiblichen Übernachtungsgast mitbringt, strahlen seine Eltern um die Wette.

Doch für Edith und Paul wird die Anwesenheit des altklugen, pedantischen Nesthockers mehr und mehr zur täglichen Folter. Wenn sie sich in seinem Beisein zum Lächeln zwingen, kriegen sie immer öfter einen Kieferkrampf. Und obendrein plagen sie Schuldgefühle. Weil sie sich nichts sehnlicher wünschen, als dass ihr einziges Kind endlich die Fliege macht.

Mit Geduld und guten Worten ist Tanguy allerdings nicht beizukommen. Da müssen Edith und Paul schon stärkere Geschütze auffahren. Und das tun sie auch. Denn schneller als erwartet kommt der Tag, an dem bei ihnen die Sicherungen durchbrennen. Mit einem lauten Knall. Die Treibjagd auf Tanguy ist eröffnet ...


Darsteller: Sabine Azema (Edith), Andre Dussollier (Paul), Eric Berger (Tanguy), Helene Duc (Die Großmutter), Aurore Clement (Carole), Jean-Paul Rouve (Bruno), Andre Wilms (Der Psychiater), Richard Guedj (Patrick), Roger van Hool (Philippe), Nathalie Krebs (Noëlle)

Regie: Etienne Chatiliez

Stab: Produzenten: Charles Gassot • Drehbuch: Laurent Chouchant, Etienne Chatiliez • Vorlage: Roman von Yolande Zauberman • Musik: Pascal Andreacchio • Kamera: Philippe Welt • Ausstattung: Stephane Makedonsky • Schnitt: Catherine Renault • Kostüme: Elisabeth Tavernier • Ton: Jean Umansky, Sophie Chiabaut, Stephane Brunchlair, Jean-Paul Hurier, Dominique Dalmasso


Cinema: Die Eltern entwickeln einen Ideenreichtum, der in seiner Absurdität verblüfft und grausam eskaliert. Spaß macht es trotzdem, die Schrauben auf Tanguys Badezimmerschwelle aufzudrehen oder Schlägertypen zu engagieren. Zumal die anarchische Ader ihrer Schadenfreude wie ein Jungbrunnen wirkt.

Kultur Spiegel: Kultiviert, gut situierte Eltern wollen ihren seit 28 Jahren im Nest hockenden Sohn aus dem Haus ekeln. Komödien-Erfolgsregisseur Chatiliez schwebte wohl eine hämisch-böse Satire vor, gelungen ist ihm immerhin eine harmlos-nette Boulevard-Farce mit versöhnlichen Happy-End.

Filmdienst: Hervorragend gespielte, elegant inszenierte böse Komödie, die auch Eltern ein Recht auf Selbstverwirklichung einräumt und der Egomanie junger Erwachsener einen ironischen Spiegel vorhält.

Kinoweb: Schwungvolle Komödie die etwas Licht in die triste Situation des französischen Films bringt und die ewige Reihe trauriger Dramen der Pariser Filmschule durchbricht um Feuer ins Geschehen zu bringen. Grandios gespielt, witzig und schwungvoll erzählt - eine Klassekomödie.


Komödie - F 2001
07.03.2003
- Cityplexxx Steyr Saal 1 - 17:30 - Eintritt 3 EURO